Bohemian Rhapsody Poster

Trotz schlechter Kritiken: „Bohemian Rhapsody“ bricht wichtigsten Rekord


Theresa Rodewald  

„Bohemian Rhapsody“ hat es geschafft: Das Biopic über „Queen“-Frontmann Freddie Mercury rockt die Kinokassen und ist damit jetzt der erfolgreichste Film seines Genres.

 

Nicht alle Kritiker waren begeistert und so erhielt „Bohemian Rhapsody“ eher gemischte Rezensionen. An den Kinokassen beweist der Film aber wieder einmal, dass die Meinung der Kritiker nicht ausschlaggebend für den Erfolg eines Films ist. Den Rezensionen zum Trotz hat das Biopic sensationellen Erfolg an den Kinokassen: Weltweit hat der Film inzwischen 539 Millionen US-Dollar eingenommen, davon allein in Deutschland 15 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der seinerzeit ebenfalls unglaublich gut laufende Johnny-Cash-Film „Walk the Line“ schaffte es insgesamt „nur“ auf 10,5 Millionen Euro an den deutschen Kinokassen.

Damit aber nicht genug: „Bohemian Rhapsody“ gelingt ob seiner hohen Einnahmen ein neuer Rekord. Der Film schlägt „Straight Outta Compton“ über die Rap-Gruppe N.W.A. und ist damit das erfolgreichste Musik-Biopic aller Zeiten. Passend dazu hat auch die Musik der Rockgruppe neue Fans gewonnen: Der Soundtrack besteht größtenteils aus Queen-Hits und sicherte sich vor Kurzem den dritten Platz in den US-amerikanischen Charts (via ScreenRant).

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Warum ist „Bohemian Rhapsody“ so erfolgreich?

Obwohl Kritiker sich nur wenig begeistert von „Bohemian Rhapsody“ zeigten, ist der Musik-Film so erfolgreich wie kein zweiter seiner Art. Woran liegt das? Auf der einen Seite ist es schwer vorstellbar, dass ein Film über Freddie Mercury und Queen floppt. Ihre Musik ist auch heute noch vielen Leuten bekannt, was der Film gut nutzt, indem er viele der zeitlosen Hits geschickt einbaut. Zuschauer gehen also vor allem wegen Mercury und Queen ins Kino, ob der Film gut rezensiert worden ist, bleibt hier vielleicht zweitrangig. Auf der anderen Seite rankte sich schon vor Kinostart eine Kontroverse um „Bohemian Rhapsody“, die anstatt zu schaden, möglicherweise zum Erfolg des Biopic beigetragen hat.

Denn Regisseur Bryan Singer („X-Men“) wurde noch während des Drehs vom produzierenden Studio Fox gefeuert und durch Dexter Flechter ersetzt. Grund dafür war die plötzliche Abwesenheit Singers, dieser war mehrmals einfach nicht zum Dreh erschienen. Kurz vor Kinostart gab es dann einige Beschwerden, darüber, dass sich „Bohemian Rhapsody“ gewisse kreative Freiheiten nimmt, also zum Beispiel die Aids-Diagnose Mercurys zeitlich auf das „Live Aid“-Konzert abstimmt und ihn als schwul, anstatt bisexuell darstellt. Es ist möglich, dass diese Kontroversen Zuschauer nicht abgeschreckt, sondern in die Kinos gelockt haben. Schließlich möchten sich sowohl Fans, als auch „Queen“-Interessenten ihr eigenes Bild vom Biopic machen. Enttäuscht wurden sie, wie die Zahlen zeigen, dabei anscheinend nicht.

Wenn ihr jetzt in „Queen“-Stimmung seid und einen Blick hinter die Kulissen werfen wollt, haben wir hier ein kleines Making-of für euch:

 

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