En Soap Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

En Soap: Das ganz normale Leben als Seifenoper: das tragikomische Verhältnis zwischen der Besitzerin einer Schönheitsklinik und einem Transsexuellen.

Das Leben als Daily Soap: Charlotte, Besitzerin einer Schönheitsklinik, trennt sich von ihrem Freund Kristian, der mit der Beziehung eigentlich sehr zufrieden war. Veronica wohnt unter Charlotte und ist ein Mann, der auf die Bewilligung seiner Geschlechtsumwandlung wartet und mit Begeisterung eine Daily Soap ansieht. Charlotte rettet Veronica bei einem Selbstmordversuch das Leben, die beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Dann muss Veronica einschreiten, als Charlotte von Kristian verprügelt wird. Fast wie in einer Soap.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Origineller dänischer Versuch, die Erzählweise von TV-Soaps mit realistischem „Dogma“-Touch zu unterlaufen.

    Regisseurin Pernille Fischer Christensen wurde für ihr Kammerspiel um Beziehungstests, Freiheitsdrang und Normenzwang im Wohnblock mit dem Großen Preis der Jury der Berlinale für das Beste Erstlingswerk ausgezeichnet und musste bei der Vergabe des Silbernen Bären ihre Dankesrede vor glücklicher Überraschung abrupt abbrechen, weil ihr weitere Worte fehlten. Das passt zum Film und seiner originellen Idee, vorhersehbare künstliche Geschichten von TV-Soaps mit Realität zu unterfüttern und ironisch zu brechen. Wie in einer Soap Opera herrschen Großaufnehmen vor, wird in Kapiteln erzählt, der Off-Kommentar fasst zusammen und stellt Vermutungen über den weiteren Verlauf an.

    Mitdreißigerin Charlotte (Trine Dryholm, 2004 in „In deinen Händen“ die im Gefängnis sitzende Kindsmörderin) bricht aus der Beziehung mit Kristian aus, um unabhängig zu leben. Als sie den transsexuellen Wohnungsnachbarn Ulrik alias Veronika (David Dencik) kennenlernt, der/die auf die Genehmigung für die Operation wartet, ändert sich ihr Leben. Ein Selbstmordversuch Veronikas bringt Charlotte erstmals in die Lage, sich um jemand anderen zu sorgen. Beide sind einsam und unglücklich, beide frönen dem freien Single-Dasein, werden aber beide damit nicht glücklich. Als sie sich näher kommen wollen, schafft das wegen der ungewöhnlichen Frau-Mann/Frau-Konstellation Probleme, zumal Kristian wieder Ansprüche anmeldet.

    In diesem so künstlichen wie realistischen Hin und Her von Annäherung und Abstoßung bei gleichzeitigem Akzeptieren der widersprüchlichen Charaktere liegt der eigentliche Reiz der Geschichte. Der Tenor schwankt zwischen dramatischen Szenen und Beobachtungen (Veronikas Mutter, Kristian) und komischen Situationen (Gelegenheitslover, die nie ganz eingeräumte Wohnung Charlottes). Gut gespielt von Tryne Dyrholm als Charlotte, deren offensive Sexualität und spontan willkürliche Entscheidungen einen schönen Kontrast zu David Dencik als sanfte Veronika bilden, die mit dunkler Perücke und Kleidchen durchs Leben schleicht. Im Stil eine Soap mit „Dogma“-Touch. ger.

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