Helge Schneider


Schauspieler • Musiker • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Helge Schneider, einst als „Deutschlands schlechtester Komiker“ vermarktet, ist der Begründer eines neuen Anarcho-Frohsinns zwischen musikalischer Blödelei und Dadaismus, der inzwischen ganze Scharen von Nachahmern gefunden hat.

Schneider wird am 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren und zeigt schon sehr früh eine überdurchschnittliche musikalische Begabung. Mit fünf Jahren beginnt er mit dem Klavierspiel, mit sieben nimmt er Cello-Unterricht. Die Schule indes bricht er ab und beginnt eine Lehre als Bauzeichner. Nach einer Sonderbegabtenprüfung wird er 1972 am Duisburger Konservatorium aufgenommen, bricht das Studium jedoch ebenfalls ab, da er den Jazz nicht ausreichend berücksichtigt sieht.

Bis 1977 schlägt er sich in einer Reihe verschiedener Berufe durch, um dann endlich ganz von der Kunst zu leben. Verschiedenen Bandprojekten, Stummfilmbegleitungen und kleineren Schauspielrollen (unter anderem mit Christoph Schlingensief) folgen in den Achtzigern Moderationsaufträge beim WDR und beim Hessischen Rundfunk, wo er immer öfter in Sketchen zu sehen und zu hören ist.

1989 erscheint der erste Tonträger, „Seine größten Erfolge“. Die wilde Mixtur aus Absurdem und Musikparodie macht Schneider bis Ende 1990 bundesweit bekannt. Grundlage in allen Bereichen von Schneiders Schaffen – auch im Text – ist dabei die Improvisation. 1992 gelingt mit dem Album „Guten Tach“ der kommerzielle Durchbruch, 1993 wird die Single „Katzeklo“ zu einem Riesenhit im deutschsprachigen Raum, es folgen immer wieder Hits wie „Helges Mörchen-Lied“, „Fitze Fitze Fatze“,“Wurstfachverkäuferin“ oder zuletzt „Sommer, Sonne, Kaktus!“.

Ein Teil der Kritik erhebt den Multiinstrumentalisten zum neuen Karl Valentin, andere Stimmen wiederum bedauern den Verfall der abendländischen Kultur. Schneider kümmert sich wenig um Pressestimmen, arbeitet wie besessen, dreht Filme wie „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem“ (1993), verfasst Hörspiele und Romane („Eiersalat – Eine Frau geht seinen Weg“, 1999). 1999 gründet er für einen Abstecher in den Rock’n’Roll die Band Firefuckers, 2004 und 2005 geht er mit einem Jazztrio auf Tournee, dem neben Bassist Jimmy Woode auch der Schlagzeuger Pete York angehört.

Nach dem Erfolg seines Musicals „Mendy – das Wusical“ am Bochumer Schauspielhaus wird dort 2005 Schneiders zweite Theaterproduktion aufgeführt: „Aprikose, Banane, Erdbeer – Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur“. Im gleichen Jahr erschien das Album „Füttern verboten!“, mit ausgewählten Improvisationen, Songs und Episoden die während der Live-Auftritte des Künstler mitgeschnitten wurden. Ein Jahr später erschien das Buch „Globus Dei: Vom Nordpol bis Patagonien“ in dem Schneider eine anlässlich seines anstehenden 50. Geburtags unternommene Weltreise beschrieb. Das Werk erschien auch als Hörbuch. 2007 erschien mit „I Brake Together“ das nächste Studiowerk – erneut eine Mischung aus Songs und Hörspiel-Episoden.

Im Kino brilliert Schneider als Gastdarsteller in Ottos „7 Zwerge“-Filmen sowie in „Jazzclub – Der frühe Vogel fängt den Wurm“ und natürlich als absurd-chaotischer Ermittler 00 Schneider in „Die Jagd auf Nihil Baxter“ und aktuell im zweiten Teil „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse„. Größtes Kritikerlob erhielt er zu Recht auch für die hintersinnige NS-Groteske „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler„.

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